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Stiftung zur Förderung der Waldorfpädagogik in Essen
 

…und warum man sie gründen müsste, wenn es sie nicht schon gäbe.

Wir leben in einer Zeit Öffentlicher Armut und privaten Reichtums. Wenn auch die aktuelle wirtschaftliche Situation durch eine Konjunkturdelle gekennzeichnet ist, so bleibt es doch eine Tatsache, dass die Privatvermögen deutlich gestiegen sind. Von der Nachkriegsgeneration erarbeitetes Vermögen geht auf die nächste Generation über. Aufgrund der sinkenden Geburtenrate kommen die immer größer werdenden Erbschaften immer weniger Personen zugute. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen nach einer sinnvollen Verwendung ihres Vermögens auch außerhalb der eigenen Familie.

Die Freie Waldorfschule Essen sieht, dass sie ein einzigartiges Pädagogikkonzept hat und dennoch damit rechnen muss, in Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel neue Ressourcen erschließen zu müssen. Das gab den Anlass zur Stiftungsgründung in 2003. Die Stiftung macht es sich zur Aufgabe, pädagogische und therapeutische Maßnahmen primär in der Waldorfschule Essen und sekundär in Waldorfeinrichtungen in entwicklungsbedürftigen Ländern zu ermöglichen. Um dem potenziellen Stifter aufzuzeigen, wohin sein Geld fließen soll und welche Vorteile er davon hat, soll nachfolgend die Thematik beleuchtet werden.


Wer ist die Freie Waldorfschule Essen?

Die Schule wurde 1972 gegründet und sollte nach dem Willen ihrer Gründer schrittweise zu einer Schule für Menschen aller Begabungen ausgebaut werden. So entstand zunächst eine bis zum Abitur führende Regelschule, die anfänglich mit 5 Klassen in einem Provisorium begann, bis sie 1979 ihr heutiges Gebäude beziehen konnte. Als nächstes entstand folgerichtig im Jahr 1981 unter Nutzung der ehemaligen Provisorien und des Raumpotenzials der Regelschule eine Sonderschule für Lernbehinderte und Erziehungsschwierige, die inzwischen mit 12 Klassen voll ausgebaut ist. Ein Neubau für diese Schule konnte 1993 bezogen werden. 1997 begann der dritte Schritt, der Aufbau der Heliandschule für seelenpflegebedürftige Kinder (im gängigen Sprachgebrauch „geistig behindert“ genannt). Die Schule befindet sich im Aufbau und soll in der Endstufe ebenfalls 12 Klassen haben. Da alle bisher bestehenden Klassen innerhalb der beiden anderen Schulgebäude untergebracht sind, hat die Schulgemeinschaft den Entschluss gefasst, auch für diesen Schulzweig inen bescheidenen Neubau zu errichten, der im Herbst 2005 bezugsfertig sein soll.

Damit ist der Gründungsimpuls, eine Schule für Menschen aller Begabungen ins Leben zu rufen und lebendig zu gestalten, in naher Zukunft verwirklicht. Das wichtigste Merkmal der Freien Waldorfschule in Essen ist diese Zusammenarbeit in der Bündelung der drei Schulzweige. Das Modell ist in seiner Art einzigartig. Weder im Waldorfbereich noch bei den sonstigen freien Trägern ist uns eine vergleichbare Schule bekannt, die diese drei Schulzweige vereint. Durch die konzeptionelle, rechtliche und wirtschaftliche Verbundenheit wird Offenheit und Durchlässigkeit signalisiert. Der Gesamtschulcharakter hebt die häufig anzutreffende Stigmatisierung auf, Behinderte erleben sich als ein Teil der „normalen Welt“, Nichtbehinderte verlieren die sonst oft üblichen Berührungsängste. Neue Werteskalen werden erlebbar, sinnhaftes Miteinander behinderten und nicht behinderten Lebens wird greifbar. Die Schulgemeinschaft erhält auf diese Weise in ihrem Alltag durch die Bündelung der drei Schulzweige ein klares und einzigartiges Profil ganzheitlicher Erziehung auf der Basis der Waldorfpädagogik.


Stiftungszweck

Als Stifter wollen Sie zu Recht wissen, was mit Ihrem Geld passiert. So will die Stiftung die pädagogische und therapeutische Arbeit in allen Bereichen der Essener Bündelschule fördern. Der Staat stellt durch seine Refinanzierung allen Schulzweigen eine Grundversorgung sicher, aber als integrierte Gesamtschule braucht die Schule darüber hinaus Mittel, nicht nur für die weniger Begabten und Behinderten, sondern auch für die Hochbegabten. Sie braucht Menschen, die für Sprach-, Bewegungs- und künstlerische Therapieformen ausgebildet sind. Mit Ihrer Hilfe will die Stiftung Personal- und Sachkosten zur Verfügung stellen für

  • die Schaffung von Differenzierungsmöglichkeiten zur individuellen Leistungsförderung
  • die Förderung von pädagogischen Projekten im wissenschaftlichen, künstlerischen und handwerklichen Bereich
  • therapeutische Maßnahmen zur Behebung von Entwicklungsstörungen und zur Förderung der Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen wie zum Beispiel Heileurythmie, Sprachgestaltung, Kunsttherapie.

Zur Förderung all dieser Bereiche fühlt die Stiftung sich berufen. Ihr Wesen ist die individuelle freie Tat des Einzelnen. Wir starren heute zu sehr auf das Materielle, aber auch zu sehr auf das durch den Staat zu Leistende. Das lähmt unsere persönliche Kreativität und schöpferische Initiative, und der Blick auf die Würde des Menschen geht verloren. Wir brauchen eine Bildung, die sich an den Entwicklungsphasen der Kinder orientiert und Kreativität und prozessorientiertes Denken schon von der ersten Klasse an fördert. Damit leistet der Stifter einen gesellschaftspolitisch wichtigen Beitrag zur Überwindung von Einseitigkeiten in dieser Welt. Zukünftige Generationen sind darauf angewiesen, dass wir heute mit einer menschen- und zeitgemäßen Bildung den Grundstein für eine lebenswerte Zukunft schaffen. Wir möchten Sie herzlich einladen, daran mitzuwirken.


Vom Nutzen des Stiftens für den Stifter

Wir haben bewusst in die Stiftungssatzung aufgenommen, dass die Stiftung zu 90% die Essener Waldorfschule fördert, aber ihren „Zehnten“ an Waldorfeinrichtungen in entwicklungsbedürftigen Ländern gibt. Bei allem Schauen auf eigene Bedürfnisse wollen wir so der Tatsache Rechnung tragen, dass es Regionen in der Welt gibt, die es noch schwerer haben, sich die benötigten Mittel zu beschaffen. Dabei ist Transparenz für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir informieren unaufgefordert umfassend über die Mittelverwendung.

Der Stifter löst mit seinem Engagement Probleme in der Gesellschaft und bringt sie einer vernünftigen von ihm gewollten konkreten Lösung näher. Er kann dadurch soziale Korrekturen vornehmen und menschliche Hilfe leisten, Bewährtes bewahren, Wertvolles erhalten helfen. Als Quelle der Innovation löst er Initiativen und Anstöße zu sinnvoller Weiterentwicklung aus,
als Pionier zeigt er neue Wege auf und sorgt mit geistiger Investition für Brücken zum Gedankenaustausch.

Mit seinem finanziellen Beitrag hat der Stifter bewirkt, dass sein verschenkter Vermögensteil ewig erhalten bleibt, da das Geld sicher und zinsbringend angelegt wird und nur die Erträge für den Stiftungszweck ausgeschüttet werden. So gibt es Stiftungen in Deutschland, die schon seit mehr als 350 Jahren ihren Stiftungszweck verfolgen können aus einem Gründungskapital heraus, das sozial denkende Kaufleute seinerzeit in eine Stiftung einbrachten. Heute sind Stiftungen eine moderne Einrichtung geworden. Viele Prominente haben eine Stiftung gegründet oder Mittel in bestehende Stiftungen eingebracht. Die neuen steuerlichen Fördermöglichkeiten haben dazu geführt, dass sich nun auch Privatleute mit kleineren Mitteln in Stiftungen einbringen können. Wir wollen Ihnen nachstehend einige Möglichkeiten aufzeigen:

  • Eine Zustiftung ist möglich ab EUR 500 (die Stifterurkunde erhalten Sie umgehend).
  • Pro Jahr können steuerlich wirksam bis zu EUR 20.450 zugestiftet werden (neben den Spenden, für die es eine Grenze von 5 bzw. 10 % der Einkünfte gibt).
  • Im ersten Jahr der Existenz unserer Stiftung können sogar bis zu EUR 307.000 zugestiftet und in einem Jahr oder verteilt auf bis zu 10 Jahre steuerlich geltend gemacht werden.
  • Sie können eine eigene unselbständige Stiftung mit einem Zweck ihrer Wahl gründen und der Stiftung auch Ihren Namen geben, diese aber durch uns verwalten lassen, so dass Sie keinerlei eigenen Aufwand haben (das ist möglich, wenn das Stiftungskapital mindestens EUR 50.000 ausmacht und zu unseren Zielen passt).
  • Sie können die Stiftung als Erben – natürlich auch als Teilerben – einsetzen; die Stiftung zahlt weder Erbschaftssteuer noch Körperschafts- oder Gewerbesteuer. Der Stifter kann aber festlegen, dass die Stiftung an seine Erben bis zu einem Drittel der Erträge ausschüttet. Diese Form ist sicher ein komplexes und diskret zu behandelndes Thema, zu dem wir bei Interesse für ein Gespräch zur Verfügung stehen.
  • Wenn Interesse an aktiver Mitarbeit besteht, sollten wir ein persönliches Gespräch führen.
  • Unternehmen können 2 Promille des Umsatzes steuerwirksam zustiften.

Diese Darstellung konnte den gesamten Umfang des Themas naturgemäß nicht vollständig erläutern, doch können Fragen ja vielleicht gerade der Anlass für ein Gespräch sein. Dies wollen wir Ihnen ausdrücklich anbieten, denn wir wünschen uns Menschen, die wissen wollen, was sie mitgestalten. Für diesen Dialog wollen wir ein Ansprechpartner sein, der aufgeschlossen und offen mit Ihnen gemeinsam die interessierenden Fragen bespricht.


Wir stiften Bildung – stiften Sie mit?

 

Stiftung zur Förderung der Waldorfpädagogik in Essen
Schellstraße 47 ·45134 Essen
Telefon: 02 01/4 35 15 28 · Fax: 02 01/4 35 15 29
E-Mail: stiftung@ waldorfschule-essen.de

Bankverbindung:
GLS Gemeinschaftsbank eG
Konto-Nr.: 34 119 800 · Bankleitzahl: 430 609 67

Der Vorstand der Stiftung besteht aus den Herren:
Dr. H.-Christian Baumgart, Hans-Werner Riemann und Prof. Dr. Erwin Thiemann

Das Kuratorium besteht aus den folgenden Persönlichkeiten:
Dr. Hans-Wilhelm Colsman, Regine Felger-Gebhardt, Siegfried Hermsen, Ilse Lemke, Prof. Dr. Gerd Morgenschweis und Ruthmarie Winckelmann.

 


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